Besser gefunden werden bei Google, Perplexity & Co

Warum „besser gefunden werden“ heute neu gedacht werden muss

Sichtbarkeit im Internet hat sich verändert. Früher war es das Ziel, in den klassischen Google-Suchergebnissen weit oben zu erscheinen. Heute beantworten KI-Systeme wie Google AI Overviews oder Perplexity viele Fragen direkt.

Das bedeutet:

  • Expertise und Aktualität beweisen – nur wenn du regelmäßig neues Wissen teilst, wird deine Website von Google und KI-Systemen als vertrauenswürdig gesehen.
  • Für klassische Suche und AI-Suche optimieren – deine Inhalte brauchen Keywords, Struktur und Kontext, um in beiden Suchwelten sichtbar zu bleiben. In der SEO-Welt nennt man das Relevance Engineering – also Inhalte so aufbauen, dass sie im richtigen Zusammenhang verstanden werden.
  • Klar und verständlich schreiben – je präziser du Fragen beantwortest, desto besser können Suchmaschinen, KI-Tools und Leserinnen deine Inhalte nutzen.

Wie setzt du das konkret um? Vier Dinge, die du sofort tun kannst:

Keywords richtig nutzen - wichtig für klassisches SEO: Setze relevante Suchbegriffe in die Meta-Beschreibungen, deine Hauptüberschrift (H1) und in die ersten 100 Worte deines Textes.

Verständlich und konkret schreiben: Je klarer du Fragen beantwortest, desto höher die Chance, in KI-Antworten wie Google AI Overviews oder Perplexity aufzutauchen. Schreib verständlich, direkt – und ohne Umwege.

Expertise zeigen: Schreibe Beiträge, die dein Thema wirklich vertiefen. Das stärkt deine Autorität – für Leser, Google und KI-Systeme.

Google-Unternehmensprofil nutzen: Wenn du lokal arbeitest, solltest du dein Google-Unternehmensprofil unbedingt nutzen – es hilft nicht nur bei Google, sondern kann auch bei Tools wie Perplexity deine regionale Sichtbarkeit stärken.

Monitor mit Tastatur und Maus Linolschnitt

Online besser gefunden werden - was Google & KI-Systeme eigentlich machen

Google durchsucht das Internet laufend und speichert Inhalte im sogenannten Index, um damit Suchanfragen zu beantworten. Immer häufiger zeigt Google keine klassische Liste mit Links mehr, sondern eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese Antworten basieren auf den im Index gespeicherten Inhalten – auch wenn deine Website nicht immer als Quelle genannt wird.

 

AI Mode – der nächste Schritt

Mit dem AI Mode führt Google eine eigene Suchoberfläche ein, die wie ein Chat funktioniert – ähnlich wie bei ChatGPT. Nutzer können Fragen stellen, nachhaken und Antworten erhalten, die auf Inhalten aus dem Google-Index basieren. Dabei fließen zunehmend auch persönliche Interessen und das Nutzerverhalten ein. AI Mode ist bereits in 180 Ländern verfügbar, in Deutschland aber noch nicht. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande Suchergebnisse in diesem Modus angezeigt werden.

 

Was sind AI Overviews?

AI Overviews sind Googles neue Antwortboxen ganz oben auf der Suchseite. Die KI fasst Informationen aus mehreren Webseiten zusammen – und liefert in wenigen Sätzen die scheinbar beste Antwort.

Typisch für AI Overviews:

  • Kombination aus Informationen aus verschiedenen Webseiten
  • kompakte, sofort lesbare Antwort
  • gelegentliche Verlinkung zu den Quellen – aber nicht immer

Wichtig: Damit deine Inhalte überhaupt eine Chance haben, berücksichtigt zu werden, müssen sie aktuell, gut strukturiert und hilfreich sein.

 

Wie entstehen KI-Antworten? (vereinfacht erklärt)

Wenn du etwas in eine Suchmaschine wie Google oder ein KI-Tool zum Beispiel Perplexity eingibst, bekommst du in Sekundenschnelle eine scheinbar passende Antwort. Aber wie genau entstehen diese Antworten?

Es gibt zwei verschiedene Ansätze:

1. Suchen und dann antworten (Retrieval-first)
So arbeiten zum Beispiel Perplexity oder Google AI Overviews.

  • Die KI analysiert deine Frage.
  • Dann sucht sie gezielt nach passenden Quellen – im Web oder in einer eigenen Datenbank.
  • Auf dieser Basis erstellt sie die Antwort.

Das nennt sich Retrieval-Augmented Generation (RAG) – und ist eine Art Antwort mit eingebautem Beweis. Google arbeitet ähnlich, nennt das Vorgehen aber anders.

Worauf greift AI Mode zurück?

Der AI Mode nutzt nicht nur den klassischen Google-Index, sondern kombiniert mehrere Datenquellen. Grundlage sind die Inhalte von Webseiten, die Google crawlt. Ergänzt werden sie durch den Knowledge Graph (Faktenwissen über Personen, Orte oder Organisationen), durch Produkt- und Standortdaten aus Google Shopping und Maps sowie durch Echtzeit-Informationen wie Nachrichten oder Wetter. Mit dem sogenannten "Query Fan-out" zerlegt die KI jede Suchanfrage in Teilfragen, sucht parallel in verschiedenen Quellen und fasst die Ergebnisse in einer Antwort zusammen.

2. Erst antworten – dann (vielleicht) verifizieren (Generation-first)

  • Modelle wie ChatGPT ohne Webzugriff nutzen diesen Ansatz:
  • Sie erstellen Antworten auf Basis des Wissens, mit dem sie trainiert wurden – also ohne aktuelle Recherche.
  • Ob diese Antwort dann noch mit passenden Quellen überprüft wird, hängt vom System ab – und passiert nicht immer automatisch.

Das bedeutet: Die Inhalte können veraltet, unvollständig oder ungenau sein.

Wichtig für dich: Damit deine Inhalte zitiert werden, sollten sie eine konkrete Frage beantworten – klar, verständlich und ohne lange Geschichten.

Featured Snippets vs. AI Overviews

Bei Featured Snippets nimmt Google einen Textausschnitt direkt von deiner Website – genauso, wie du ihn geschrieben hast. Und nennt deine Seite als Quelle.

AI Overviews funktionieren anders: Die KI fasst Inhalte aus mehreren Seiten zusammen und schreibt selbst eine Antwort. Ob deine Seite genannt wird, ist nicht garantiert.

Was beide gemeinsam brauchen: Inhalte, die klar, strukturiert – und wirklich hilfreich sind.

Statistik für SEO was ist relevant

Was brauchst du, um besser gefunden zu werden?

Um bei Google und in KI-Systemen wie Perplexity sichtbar zu sein, brauchst du drei Dinge:

  • Verständliche Inhalte – präzise und fokussiert auf ein Thema
  • Logische Struktur – klare Abschnitte, Listenpunkte, Zwischenüberschriften
  • Keywords an den richtigen Stellen – Titel, Meta-Description, erste 100 Wörter

Wichtig für dich: Klassische SEO-Faktoren bleiben wichtig – aber erst durch Struktur und präzise Angaben werden deine Inhalte auch KI-freundlich.

Aktuell gehen die Meinungen von Keywords und klassisches SEO sind vorbei bis es bleibt alles beim Alten. Ich denke, du brauchst beides. Die KI-Systeme haben die Suche zwar verändert und werden immer mehr Raum einnehmen, aber deine Suchmaschinien­optimierung, relevante Suchbegriffe, tiefgehende Inhalte bleiben, oder besser brauchst du immer mehr.

Auch wenn weniger Menschen auf deine Website kommen, weil Fragen bereits im Vorfeld beantwortet werden, musst du dein Thema darstellen. Um Google & Co zu überzeugen, dass du die Expertin bist und wenn dein Kunde ein Angebot sucht, auf deiner Seite, das findet, was er will.

Backlinks vs. Erwähnungen

Backlinks: Verweise von anderen Websites, klassisch wichtig für SEO.
Erwähnungen: Nennungen ohne Link, für KI-Systeme zunehmend relevant.

Früher zählte fast nur der Backlink. Heute suchen KI-Systeme auch Erwähnungen ohne Link als Signal für Relevanz. Wenn dein Name oder deine Marke im Zusammenhang mit der Suchanfrage auftaucht, stärkt das deine Autorität – auch wenn kein direkter Link gesetzt wird.

Was heißt das für dich? Schreibe weiterhin Beiträge, die so hilfreich sind, dass andere sie verlinken. Wenn du noch am Anfang stehst, empfehle ich dir, dich in thematisch passenden Branchenverzeichnissen einzutragen – viele davon sind kostenlos.

Noch wichtiger werden jedoch Erwähnungen: Das können Gastartikel, Fachbeiträge, Interviews oder Diskussionen in Foren sein – überall dort, wo du dich als Expertin zeigen kannst. Mit der Zeit baust du so deine Marke auf und wirst zu einer festen Größe im Internet. Ich weiß - das erfordert Ausdauer und Engagement, aber es lohnt sich.

Wie kannst du prüfen, wie du bei Google gefunden wirst?

Google Search Console: Melde deine Website dort an. Du siehst, für welche Suchbegriffe deine Seiten ranken und wie viele Klicks und Impressionen sie bekommen

SEMRush & Ahrefs: Eher für Profis geeignet. Allerdings bietet Ahrefs eine kostenlose Einsteigerfunktion mit den Ahrefs Webmaster Tools. Damit bekommst du kostenlosen Zugriff auf Basisfunktionen wie Site Audit und Site Explorer, sobald du deine Website verifiziert hast.

Wichtig für dich ist: Sichtbarkeit entsteht nicht von alleine. Ein einzelner Beitrag reicht nicht. Du wirst nur besser gefunden, wenn du regelmäßig Inhalte erstellst und an deiner Website arbeitest. SEO und KI-Sichtbarkeit sind ein Prozess, kein Projekt.

Lies auch: Wer mit seiner Website sichtbar werden will, muss etwas zu sagen haben

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Christina Martens von go hooray - online sichtbar werden

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